Am 14. und 15. November fand in Bonn der Deutsche Tourismustag 2018 statt. Etwa 500 Teilnehmer aus Tourismus, Politik und Wirtschaft nahmen hier teil. Der Deutsche Tourismustag ist die größte Fachtagung für die Akteure des Deutschlandtourismus. Schwerpunkt der diesjährigen Tagung war die Digitalisierung. Unter dem Thema „Von Big Data zu Smart Data“ präsentierten u.a. Telefónica NEXT und der Chiemsee-Alpenland Tourismus die ersten Ergebnisse der Zusammenarbeit im Tourismussektor.

 IMG_6477_2v.l. Christina Pfaffinger (Chiemsee-Alpenland-Region), Matthias Pradl, Sabrina Reiser (beide Telefonica NEXT) im ehemaligen Plenarsaal des Bundestages, in dem die Veranstaltung stattfand

 

Telefónica NEXT hatte die Aktion als kostenloses Pilotprojekt ausgeschrieben, um die Chancen von Datenanalyse und ortsbezogener Werbung erstmals für die Touristik-Branche kombiniert zu erproben. Für dieses Projekt bewarben sich 35 Städte, Kommunen und Regionen. Den Zuschlag hat die Chiemsee-Alpenland-Region erhalten, da sie die aussagekräftigste Bewerbung abgegeben hat und sich ihre Fragestellungen und Herausforderungen sehr gut für die Analyse eigneten.

Besucher besser verstehen

Durch die Analyse hat Telefónica NEXT v.a. die Datenanalysemethode für den Tourismus validiert. Gleichzeitig profitierte die ausgewählte Region Chiemsee Alpenland von Erkenntnissen zu ihren Besuchern. So hat Telefónica NEXT die soziodemographische Zusammensetzung der Besucher untersucht. Auch konnte das Unternehmen darstellen, aus welchen Bundesländern und Ländern zu welchen Tagen welche Touristen die Region besuchten. Ebenso zeichneten sich Ereignisse wie z.B. der Herrenchiemsee Lauf, in den Daten ab. Besondere Erkenntnisse zu bestimmten Veranstaltungen helfen Tourismusregionen in der Planung zukünftiger Events.

Ein Auszug aus den Ergebnissen

Es wurde durch die Daten belegt, dass die Chiemsee-Alpenland-Region insbesondere bei schönem Wetter hoch frequentiert ist. Hierfür legte Telefónica NEXT die eigenen Daten mit Wetterdaten übereinander. Da die Region grundsätzlich sehr stark frequentiert ist und entsprechend viel Verkehr entsteht, kann eine Tourismusregion mit Hilfe der Analysen Strategien entwickeln, um beispielsweise Stau zukünftig entgegenzuwirken und Verkehrsströme besser zu lenken.

Ein starker Anstieg im Besucheraufkommen konnte sowohl im Jahr 2017 als auch im Jahr 2018 zum Beispiel zum Start der Sommerferien in NRW und Baden-Württemberg festgestellt werden. Auch regionale Ereignisse, wie z.B. der Königslauf oder die Herrenchiemseefestspiele, zeichneten sich in den Daten besonders stark ab.

 Besucher im Zeitverlauf2

 

Das Ergebnis der soziodemographischen Untersuchung zeigte, dass im Juli 2018 knapp 55 Prozent der Besucher weiblich waren. Insbesondere die Altersgruppen 40-49 Jahre und >69 Jahre sind stark ausgeprägt. Während bei jüngeren Besuchern die Herren überwiegen, sind es bei den Senioren die Damen.

Altersgruppen

 

Bezüglich der Herkunft ergab die Analyse, dass die ausländischen Touristen im Untersuchungszeitraum überwiegend aus Österreich, Frankreich, Spanien und Italien stammten.

Internationale TouristenDie meisten ausländischen Touristen besuchen den Chiemsee aus Österreich.

 

Werbekampagne mit Location-based Messaging

Neben den Datenanalysen war auch eine Werbekampagne mit dem location-based Messaging Services o2 More Local und seinen ca. 4 Millionen registrierten Nutzern Teil des Pilotprojektes. In Kürze werden nun auch die ersten Teilkampagnen basierend auf den Ergebnissen der Einzugsgebietsanalyse starten. Dabei werden o2 More Local Nutzer speziell in den Regionen per MMS angesprochen, aus denen in der Vergangenheit bereits zahlreiche Menschen die Chiemsee-Alpenland-Region besucht haben.

Privatsphäre jederzeit geschützt

Telefónica NEXT ist ein Tochterunternehmen von Telefónica Deutschland und analysiert anonymisierte Bewegungsströme von über 45 Millionen mobilen Endgeräten in Deutschland – mit TÜV-geprüftem Datenschutz. So ist die Privatsphäre der Besucher bei den Analysen jederzeit geschützt, denn durch die Anonymisierung und Aggregierung der Daten sind keine Aussagen über einzelne Personen möglich.

Nutzer des Location-based Messaging Services o2 More Local haben ausdrücklich dem Erhalt werblicher Botschaften zugestimmt, die sie in Abhängigkeit ihres Aufenthaltsortes erhalten.

Kunden in Verkehr und Handel nutzen die Datenanalysen von Telefónica NEXT bereits - zum Beispiel, um das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs besser auf den tatsächlichen Bedarf der Bürgerinnen und Bürger auszurichten.