Ab dem 8. Februar geht der Karneval im Rheinland in die heiße Phase und damit sind viele Menschen in Bewegung. Telefónica NEXT hilft Städten und Verkehrsbetrieben bei der Verkehrsplanung, indem sie Auswirkungen besonderer Ereignisse wie Karneval auf den Verkehr untersucht. Wie das konkret aussieht, zeigt die neue Analyse in Kooperation mit dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. zu Karneval auf unserer Website http://so-bewegt-sich-deutschland.de.

Map_mit_Titel.png

Bewegungsströme in die Karnevalshochburgen

Am Samstag, den 11.11.2017, startete die fünfte Jahreszeit in Köln mit über 460.000 Einreisen in die Stadt. Die Menschen kamen aus einem großen Einzugsgebiet im Rheinland und auch weit darüber hinaus nach Köln. Vor allem aus weiter entfernt liegenden Ortschaften (30 oder mehr Kilometer von Köln entfernt) reisten rund doppelt so viele Besucher an wie an einem regulären Samstag.  

Rosenmontag im Rheinland

Höhepunkte des rheinischen Karnevals mit reichlich Kamelle sind die Rosenmontagszüge in Düsseldorf und Köln. Unsere Datenanalyse zeigt das deutschlandweite Interesse an beiden Zügen, gemessen an der Anzahl der Einreisen zum Rosenmontag in die zwei Karnevalshochburgen.

Rosenmontag_Köln_Düsseldorf.png

Im direkten Vergleich verzeichnet Köln mit 62 Prozent die Mehrheit der Einreisen[1] vor Düsseldorf mit 38 Prozent. Während die Köln-Besucher vor allem aus dem Süden anreisten, lag Düsseldorf in der Gunst der Gemeinden zwischen Köln und Düsseldorf vorne: Die Solinger (75 Prozent), Mönchengladbacher (60 Prozent) und Monheimer (60 Prozent) entschieden sich mehrheitlich für den Weg nach Düsseldorf.

Rosenmontag_Köln_Düsseldorf_Einzugsgebiet.png

Beliebteste "Veedelszöch" in Köln

Traditionelle Karnevalsumzüge gibt es nicht nur in der Kölner Innenstadt. Am Karnevalsdienstag finden zum Ausklang auch Umzüge in den verschiedenen Stadtteilen statt. Die so genannten „Veedelszöch“ mobilisieren noch einmal zehntausende Menschen. Am beliebtesten war 2017 nach Anzahl der Einreisen der Umzug in Köln-Ehrenfeld (PLZ-Gebiet 50823, 19947 Einreisen). Den zweiten Platz belegt Nippes (PLZ-Gebiet 50733, 17779 Einreisen) und fast gleichauf liegt Mühlheim (PLZ-Gebiet 51063, 17563 Einreisen).

Potenzial von Mobilfunkdaten für Verkehrsplanung

Mit der Analyse zeigt Telefónica NEXT auf, welche Erkenntnisse aus anonymisierten Mobilfunkdaten über den Verkehr möglich sind. Die Daten fallen täglich an und können auch rückblickend analysiert werden, um zu verstehen, wie sich Reisende an durchschnittlichen Tagen, zu Karneval oder Ferienbeginn verhalten und welche Verkehrsmittel sie wählen. Davon können Verantwortliche für Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV), Städtebau und Gestalter neuer Formen der Mobilität profitieren.

Verkehrsflüsse in Köln

Verkehrsflüsse rund um Köln an einem durchschnittlichen Montag

Wie die Daten entstehen

Anonymisierte Mobilfunkdaten entstehen im Regelbetrieb von Telefónica Deutschland, wenn Handys, z.B. beim Surfen oder Telefonieren, mit den Mobilfunkzellen kommunizieren. Telefónica Deutschland anonymisiert diese täglich rund fünf Milliarden Datenpunkte über ein dreistufiges und vom TÜV zertifiziertes Verfahren, so dass kein Rückschluss auf einzelne Personen möglich ist. Umfangreiche Informationen zur Methodik der Datenvisualisierung haben wir in einem eigenen Beitrag zusammengefasst.

Unser Partner und Datenanalyse-Experte  Teralytics wandelte die Daten der Analyse zu Karneval mithilfe von Algorithmen in Bewegungsflüsse um und identifizierte die Wegstrecken. Aus den Daten werden so Erkenntnisse über Bewegungsströme in Deutschland gewonnen. 

[1] Berechnung: Gesamtmenge sind kumulierte Einreisen in die Stadtgebiete von Köln und Düsseldorf am Rosenmontag 2017 zwischen 3 und 12 Uhr