Der Begriff Smart City wurde erst in den letzten Jahren geprägt, als sich immer weitere Einsatzmöglichkeiten für Big Data herauskristallisierten. Telefónica NEXT in Deutschland und LUCA auf internationaler Ebene bieten Städten weltweit Lösungen, um smart zu werden. Big Data hat neue Möglichkeiten eröffnet, den Problemen des Klimawandels, der städtischen Übervölkerung und einer alternden Einwohnerschaft zu begegnen. Eine unserer Untersuchungen hat vor kurzem hervorgehoben, wie gut es dem Fraunhofer IAO in Stuttgart gelungen ist, unsere anonymisierten Mobilfunkdaten für die Verkehrsplanung einzusetzen. Lassen Sie uns zwei Städte betrachten, die bereits heute als erstklassige Smart Cities gelten.

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Singapur setzt Big Data in verschiedenen Smart-City-Anwendungen ein. (Foto: TommL)

Singapur als Smart City

Dieser souveräne Stadtstaat rangiert weiterhin ganz vorne, wenn es darum geht, Big Data zugunsten öffentlicher Dienstleistungen einzusetzen. Im gesamten Stadtgebiet angebrachte Sensoren liefern der Stadtverwaltung unglaubliche Datenmengen, die für Initiativen in Sachen Parkplatzüberwachung, effiziente Beleuchtung, Abfallentsorgung und innovative neue Systeme wie „Tele-Health“ eingesetzt werden können. Nun ist Singapur bei seinem ohnehin schon erstklassigen ÖPNV-System noch einen Schritt weiter gegangen: Es bietet nun interaktive Karten, WLAN sowie E-Books. Alle diese Angebote zielen darauf ab, bei den Bürgern nachhaltig für Zufriedenheit zu sorgen und die öffentlichen Dienstleistungen so angenehm wie möglich zu gestalten. Die Initiative „Smart Nation“, die von Singapurs „Smart Nation and Digital Government Office“ angeführt wird, zielt darauf ab, eine von technischen Lösungen geprägte Zukunft zu schaffen.

Smart City: "Anonymisierung ist der Schlüssel"

Wirksame Anonymisierung ist eine wichtige Voraussetzung für die Akzeptanz von Big-Data-Anwendungen in der Smart City. arcelona

Smarte Lösungen in Barcelona

Auch die Hauptstadt Kataloniens bietet ihren Bürgern eine große Bandbreite an technologisch unterstützten öffentlichen Dienstleistungen. Zum Beispiel wurde vor kurzem ein neues, rechtwinklig organisiertes Busnetz eingeführt, das unter anderem schneller ist, sich einfacher nutzen lässt und in kürzeren Abständen fährt. Zudem steht es für eine nachhaltige städtische Mobilität, da seine Hybridbusse weniger Emissionen erzeugen. Neben den Bussen unterhält die Stadt zudem ein Fahrradverleihsystem namens „Bicing“ – eine nachhaltige und wirtschaftliche Form des Transports, die den Bürgern die Möglichkeit gibt, kurze Strecken ohne jeglichen Energieverbrauch zurückzulegen. Die Einrichtung intelligenter Parkplätze, die mit Lampen, Metalldetektoren und Sensoren ausgestattet sind (die erkennen, ob sie besetzt sind), ist ein weiterer Faktor, der in Barcelona zeigt, was eine Stadt braucht, um zu einer Smart City zu werden. Der Zugang zu Echtzeitinformationen sorgt im gesamten Stadtzentrum für mehr urbane Mobilität.

Damit haben wir nur ein paar Beispiele aufgezeigt, wie Barcelona den Wandel durch Technologie vorantreibt. Hoffen wir, dass auch andere Städte Möglichkeiten finden, ihre Bürger glücklicher zu machen.

Wir bei Telefónica NEXT und LUCA möchten gerne mit weiteren Städten gemeinsam an technologiegestützten Innovationen arbeiten und Lösungen anbieten, damit irgendwann viele Regierungen ein „Smart Nation and Digital Government Office“ unterhalten. Diese Städte ebnen mit ihren technologisch geprägten Lösungen den Weg in die Zukunft. Das sind noch nicht alle Schritte, die sie unternommen haben, um effektive Lösungen anzubieten. Doch schon dieser kurze Einblick lässt erkennen, dass sie mehr als nur auf dem Weg sind, zu erstklassigen Smart Cities zu werden.

 Dieser Beitrag erschien zuerst im LUCA-Blog "Data speaks".