Insgesamt sechs Start-ups aus den Förderprogrammen von Wayra Deutschland stellten bei der Wayra Summer Expo am 25. Juli ihre Fortschritte vor. Nach dem neuen Venture-Client-Modell hatten die Start-ups die Aufgabe, verschiedene Bereiche von Telefónica als Kunden zu gewinnen, in der direkten Zusammenarbeit zu lernen und zu wachsen und dabei gemeinsam mit dem Telefónica-Geschäftsbereich - oder hier dem Corporate Start-up - neue Ideen und Produkte zu entwickeln.

Unterstützung für Senioren

Zwei Start-ups – Qolware und accu:rate – haben im Rahmen dieses Modells mit Telefónica NEXT zusammengearbeitet. Das Münchner Start-up Qolware hat die Software LOLA entwickelt. Sie ist in der Lage, mit Hilfe von Algorithmen für smarte Uhren Stürze zu erkennen und Notrufe abzusetzen. Mit dieser Lösung ist Qolware ein passender Partner für den Bereich Consumer IoT bei Telefónica NEXT, der sich u.a. mit Lösungen im Bereich der Smart Care beschäftigt.

20180725_191012Julius Patzelt stellt mit Aleksandra Patz von Qolware die Zusammenarbeit mit Telefónica NEXT vor

Business Development Manager Julius Patzelt berichtete, wie Qolware erfolgreich an die IoT-Plattform Geeny angebunden wurde. Über die Funktionen der Plattform ist Qolware zukünftig in der Lage, mit der Zustimmung des Nutzers Geräte, Apps und Daten anderer Hersteller mit ihrer eigenen Lösung zu verbinden. So können künftig auf Basis der zugrunde liegenden Daten neue Angebote entstehen, die älteren Menschen helfen, länger und sicherer im eigenen Zuhause zu leben.

Simulation für den Notfall

In den Bereichen Retail Solutions und Transport Analytics arbeitet accu:rate mit Senior Product Manager Daniela Schützner bei Telefónica NEXT zusammen. Das 2014 auf Basis der Dissertation von Dr. Angelika Kneidl aus der Technischen Universität München ausgegründete Start-up accu:rate hat eine Software zur Personenstromsimulation entwickelt und arbeitet dabei mit Partnern wie dem Münchener Oktoberfest zusammen, um beispielsweise Evakuierungen im Notfall besser planen zu können.

Gemeinsam mit Telefónica NEXT hat accu:rate eine neue Kundengruppe ins Visier genommen und Personenströme in Handelsimmobilien simuliert. Dazu nutzte accu:rate anonyme Daten zum Bewegungsverhalten von Personen in Gebäuden, die Telefónica NEXT im Rahmen von Instore Analytics über WLAN-Sensoren erhebt.

Personenströme genauer vorhersagen

Diese Daten lieferten dem Start-up die richtige Grundlage, um Personenströme und Laufwege auf Basis von Messdaten noch exakter zu simulieren. Anhand dieser Simulationen lassen sich dann für Händler genauere Vorhersagen treffen, um zum Beispiel für Evakuierungspläne, Umbauten oder um Digital-Signage-Elemente und Pop-up-Stores innerhalb eines Geschäfts oder Einkaufszentrums ideal zu platzieren. Im Transport-Bereich geht es vor allem um die Gestaltung der Laufwege in Bahnhöfen und Stationen.

20180725_180052Daniela Schützner berichtet, wie auf Basis der Daten von Telefónica NEXT bei accu:rate Prognosen für Lauf- und Fluchtwege entstehen.

„Von dieser Zusammenarbeit können Kunden profitieren, wenn eine feingranulare Beurteilung und Prognose von Laufwegen gefragt ist“, erklärt Daniela Schützner. „Das Schöne ist, dass wir aus der Zusammenarbeit auch viel praktisches Wissen über die Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen mitnehmen konnten“, berichtet accu:rate-Gründerin Kneidl. „Präzise Vorbereitung auf Interessenten und ein neues Verständnis für kundenseitige Abläufe und Timelines helfen uns, in diesem Umfeld schneller voranzukommen.“

Bewerbung für Start-ups

Neue Start-ups können sich weiterhin bei Wayra um eine Förderung und die Zusammenarbeit mit Telefónica NEXT bewerben